50 Jahre EEBS

Die Geschichte des Vereins Ehe- und Erziehungsberatung Südtirol und den von ihm getragenen Familienberatungsstellen (fabe)

Staatsgesetz Consultori Familiari Nr. 405*

Gründung des Vereins Ehe- und Erziehungsberatung Südtirol und Gründung der ersten Beratungsstellen in Bozen.

Die Gründung ging hervor aus dem Arbeitskreis für Psychologie und wurde aktiv von der damaligen Landesrätin Waltraud Gebert-Deeg und der diözesanen Familienkommission gefördert.

Gründungsmitglieder: Franziska Calliari (Lehrerin), Josef Gasteiger (Beamter – Psychologe), Elsa Habicher (Ärztin), David Kofler (Schulamtsleiter), Konrad Köhl (Rektor), Johann Kopfsguter (Beamter), Christian Malfèr (Pater Benno später Abt), Alois  Müller (Direktor Caritas), Rita Berger (Hausfrau), Anton Sotriffer (Psychologe), Franz Waldner (Arzt), Margarethe Niederwieser (Lehrerin), Heinrich Zanon (Richter), Peter Zelger (Seelsorgeamtsleiter)

Dr. Hans Kopfsguter (verfasst das Grundsatzpapier für die Erziehungsberatung), Dr. Peter Gasteiger ist der erste Präsident und Pater Dr. Benno Malfèr ist der Vizepräsident und der fachliche Leiter.

* Der Staat erlässt dieses Gesetz auf Betreiben politischer Kräfte, die dem Gesetz über die Ehescheidung ein Instrument der Versöhnung des Paares gegenüberstellen wollen und auf Betreiben der Frauenbewegung, die hier die Möglichkeit sieht, Frauen in ihrer Entscheidung Kinder zu bekommen und in Schwangerschaft und Geburt, zu begleiten. Im Zuge dieser Bewegungen wird auch das Gesetz (Nr. 194 vom 22.5.1978) über den Schwangerschaftsabbruch erlassen, das den Familienberatungsstellen neue Aufgabengebiete zuwiest.

Öffnung der Beratungsstellen Meran und Bruneck

erste angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Paul Hofer, Franz Linter, Margit Pixner, Rudolf Scherzer, Christina Zerzer

Landesgesetz Familienberatung (Nr. 10 27.9.78): in diesem Gesetz entscheidet sich die Landesregierung trotz eines Konfliktes mit Rom, dem Modell des deutschsprachigen Auslandes zu folgen und die Beratungsstellen in die Hand gemeinnütziger Vereine zu geben und sie für Psychotherapie und für die beratende Versorgung der ganzen Familie zu öffnen, also Familienangehörige jeden Alters und jeden Geschlechts. Nach der neuerlichen Verabschiedung am 17.8.1979 ist auch der Dissens mit Rom beendet.

Öffnung der Beratungsstelle St. Ulrich
Öffnung der Beratungsstellen Schlanders und Sterzing
Erster Direktor: Paul Zingerle
Zweiter Direktor: Franz Linter (bis 2002)
Gründung der Psychologischen Dienste
Abt Benno Malfer gibt die fachliche Leitung ab und
Christine Zerzer wird fachliche Leiterin
Krise aufgrund der „holprigen“ Übergabe der Verwaltung der Familienberatung von der Landesverwaltung hin zu Sozial- und Gesundheitsdiensten. Hier entstehen Unklarheiten in den Rahmenbedingungen, die nach langem Stillstand geklärt werden können.
Die Beratungsstelle Sterzing muss geschlossen werden.
Dritter Direktor: Stefan Eikemann
Vizedirektor Franz Lintner
die Direktion übernimmt auch die fachliche Leitung
Neues Finanzierungssystem, Bezahlung nach Leistung
Gründung des Elterntelefons
Vizedirektorin Iris Schwarzmeier
Gründung der Kinder und Jugendpsychatrie in Südtirol (erster Beschluss 2007)
Vierte Direktorin: Elisabeth Rechenmacher
Vizedirektorin Iris Schwarzmeier
Tod Benno Malfèrs. Abt Benno war bis dahin der Vizepräsident des Vereins Ehe- und Erziehungsberatung geblieben und in dieser Funktion für die großen Linien der strategischen und inhaltlichen Ausrichtung der Familienberatungsstelle zuständig.
Zweites Direktionsmandat: Stefan Eikemann
Transformation des Elterntelefons in family direkt